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PFLITSCH veranstaltet 1. Hygienic Design Praxistag

Aufklären, sensibilisieren, anwenden

Die Hygiene-Kabelverschraubung blueglobe CLEAN Plus® wurde 2014 mit dem iF Design-Award ausgezeichnet.
blueglobe CLEAN Plus®
Marketing Manager Kerstin Wenzel and Product Manager Jörg Sokat
Interview with Marketing Manager Kerstin Wenzel and Product Manager Jörg Sokat

Die Lebensmittelindustrie ist eine sehr interessante und herausfordernde Branche. PFLITSCH gehört hier mittlerweile zu den führenden Anbietern und Problemlösern mit Produkten wie der Kabelverschraubung blueglobe CLEAN Plus® und dem Gitter-Kanal aus Edelstahl. Bei Rundgängen auf Branchenmessen wie der ANUGA FoodTec, interpack und drinktech zeigt sich aber, dass beim Thema Hygienic Design bei vielen Maschinenbauern und Zulieferern noch Aufklärungsbedarf herrscht.

Um dem gestiegenen Interesse in diesem Bereich Rechnung zu tragen, organisiert PFLITSCH am 9. November den 1. Hygienic Design Praxistag. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Wissenschaftler, Hygienebeauftragte von Lebensmittelproduzenten, Komponenten- und Verpackungsmaschinenhersteller und weitere interessierte Zielgruppen an einen Tisch zu holen und einen Austausch über Themen wie Hygiene, Reinigungsprozesse, EHEDG und Produktdesign zu ermöglichen.

PFLITSCH-Kunden aus diesem Segment werden ihre Hygieneanwendungen vorstellen. Einen allgemeinen Überblick und den wissenschaftlichen Part decken u. a. Dr. Helmut Katzier von der Technischen Akademie (Esslingen) und Dr. Markus Keller vom Fraunhofer Institut ab.

Begleitet wird der Praxistag über eine Medienkooperation mit der renommierten Zeitschrift LEBENSMITTELTECHNIK, um flächendeckend über diese Veranstaltung zu berichten und den Hygienic Design Praxistag als Branchentreff zu etablieren. Im Interview mit Chefredakteur Thomas Wiese erklären Kerstin Wenzel, Leiterin Marketing, und Jörg Sokat, Leiter Produktmanagement, die Beweg- und Hintergründe für das PFLITSCH-Engagement.

Was hat Sie bewogen, mit dieser Veranstaltung an den Start zu gehen?

Wenzel: Wir sind gerne Gastgeber für Veranstaltungen, bei denen es um Branchentrends geht, die wir mit unserer Expertise begleiten können. Wie der Name schon sagt, möchten wir mit diesem Tag eine praxisorientierte Plattform schaffen, um Hersteller wie Zulieferer für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und es ganzheitlich zu betrachten. Daher haben wir Referenten aus der Wissenschaft und der Praxis zu Fakten-Check und Ideenaustausch eingeladen. Die Zielgruppe sind Entwickler und Konstrukteure, die sich mit Komponenten, Modulen und Anlagen aus der gesamten Hygienekette beschäftigen, aber auch Hygieneverantwortliche aus der Industrie.

Welche Themen spielen eine zentrale Rolle auf dem Hygienic Design-Praxistag?

Sokat: Neben den allgemein relevanten Aspekten liegt unser Fokus auf der hygienegerechten Installation und Führung von Kabeln und Leitungen. Denn Sie finden immer wieder hochwertige Edelstahl-Maschinen, an denen billige Kunststoff-Kabelverschraubungen verbaut sind, die alle Hygieneaufwendungen an dieser Stelle wieder zunichtemachen. Außerdem wird es über das Hygienic Design hinaus auch um Design im Sinne von Ästhetik gehen. Dieser Aspekt wird im EHEDG-Zusammenhang noch zu wenig beleuchtet.

Welche Akzente wird die Agenda setzen?

Wenzel: Nach den Einstiegsreferaten von hochkarätigen Fachleuten freue ich mich am meisten auf die gelungenen Anwendungsbeispiele, die anregend sein werden für die Teilnehmer. Auch die Podiumsdiskussion wird sicherlich spannend, da dort das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet wird.

Wo liegen für die Anlagenbauer und Komponentenhersteller die Brennpunkte?

Sokat: Von Anlagenbauern werden immer noch Produkte und Komponenten eingesetzt, die sich im Rahmen der vorgeschriebenen Reinigungsprozesse überhaupt nicht oder nur mit extrem hohem Aufwand reinigen lassen. In Bereichen mit direktem oder indirektem Lebensmittelkontakt ist das ein absolutes NoGo. Wenn Sie auf FoodTec-Messen unterwegs sind, sehen Sie, dass an vielen Maschinen z. B. immer noch gewöhnliche Kunststoff-Kabelverschraubungen installiert sind. Da gilt es, das Bewusstsein zu vertiefen, auf HD-Lösungen zusetzen, um die Hygieneanforderungen sicher zu erfüllen. Denn die entstehenden Mehrkosten bei der Reinigung oder der Imageschaden eines möglicherweise notwendigen Produktrückrufes wegen einer bakteriellen Kontamination des Nahrungsmittels, stehen in keinem Verhältnis zum Einsatz hygienegerecht gestalteter Komponenten.

Was muss geschehen, damit Anlagen in der Lebensmittelindustrie im Hinblick auf die Reinigungsfähigkeit besser werden?

Sokat: Eine größere Sensibilisierung für das Thema ist u. a. daran zu erkennen, dass immer mehr Komponenten-Hersteller bereits hygienegerechte Lösungen anbieten. Auch auf der Seite der Anlagenbauer spielt das Thema zunehmend eine größere Rolle. Am Ende wird es der Wunsch des Verbrauchers nach Lebensmitteln mit immer längerer Haltbarkeit sowie höherer Qualität und Sicherheit sein, der die Nachfrage der Nahrungsmittel-Hersteller nach Anlagen und Maschinen erhöht, die entsprechende Eigenschaften sicherstellen können. Ein weiterer Beleg dafür ist, dass mittlerweile gesamte Anlagen nach dem Grad der Umsetzung der Hygienic Design-Anforderungen bewertet werden, z.B. im HDW Hygienic Design Certified System. Dies ist die konsequente Fortführung der EHEDG-Zertifizierung, von der Einzelkomponente zur Gesamtanlage.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite.