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Wenn jeder Millimeter zählt: Kunde Alveri setzt auf PFLITSCH Kabelverschraubungen

Manchmal beginnt eine neue Partnerschaft nicht mit einer großen Vision, sondern mit einer sehr konkreten Frage: Wie lässt sich ein leistungsstarkes Kabel sicher in eine Ladesäule einführen, wenn im Gehäuse jeder Millimeter zählt?

Vor genau dieser Herausforderung stand die Alveri GmbH aus Ried im Innkreis. Das österreichische Unternehmen entwickelt eigene Lösungen für Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Was 2019 als kleines Start-up begann, hat sich inzwischen zu einem etablierten Unternehmen entwickelt. „Wir befinden uns auf einem nachhaltigen Wachstumskurs“, sagt Konstrukteur Robert Stöger.

Als Charge Point Operator betreibt Alveri das größte Ladenetz in Ried im Innkreis und erweitert seine Aktivitäten auf den Bezirk Schärding sowie weitere Gemeinden. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur der Betrieb von Ladepunkten, sondern auch eigene technische Lösungen. Dazu gehören CHARdi, ein System zur Skalierung von Ladeinfrastruktur, und CHARbo, ein mobiler, schienengeführter Laderoboter.

Eine Ladesäule mit besonderen Anforderungen

Für die Entwicklung einer neuen Ladesäule suchte das Team von Alveri nach einer Kabelverschraubung, die mehrere Anforderungen miteinander verbinden sollte. Gefragt waren eine zuverlässige Abdichtung, eine möglichst kompakte Bauform und ein ausreichend großzügiger Klemmbereich für das eingesetzte Kabel.

Hinzu kam eine normative Anforderung: In Abhängigkeit von Kabelquerschnitt und Stromstärke musste für die Kabeleinführung eine definierte Zugentlastung von bis zu 750 Newton berücksichtigt werden. Damit war klar, dass es nicht allein darum ging, irgendeine Kabelverschraubung zu finden. Gesucht wurde eine Lösung, die sich sinnvoll in die Gesamtkonstruktion der Ladesäule integrieren ließ.

Der erste Kontakt zu PFLITSCH entstand bei einer Branchenveranstaltung in Wien. Dort wurde das Team von Alveri auf die PFLITSCH Kabelverschraubungen aufmerksam. Über den österreichischen Vertriebspartner LiveElectric entwickelte sich daraus eine konkrete Zusammenarbeit.

Zwei Funktionen, eine wirtschaftliche Lösung

In der technischen Abstimmung zeigte sich, dass Zugentlastung und Abdichtung nicht zwingend von einem einzigen Bauteil übernommen werden mussten. Alveri entwickelte deshalb kurzfristig eine separate Zugentlastung für die Kabeleinführung. Die Kabelverschraubung von PFLITSCH konnte sich damit auf eine zentrale Aufgabe konzentrieren: die zuverlässige Abdichtung des Gehäuses.

Diese funktionale Trennung eröffnete einen entscheidenden Spielraum. Statt einer größeren und aufwendigeren Lösung konnte eine wirtschaftlichere Produktvariante eingesetzt werden, ohne bei der kompakten Gestaltung der Ladesäule Abstriche machen zu müssen. Die Wahl fiel auf die blueglobe M40. Sie bot genau die Kombination, auf die es in der Konstruktion ankam.

„Die Vorteile liegen in der kleineren Bauform, im großzügigen Klemmbereich und im Preis-Leistungs-Verhältnis.“, so Robert Stöger, Konstrukteur bei Alveri.

Besonders der Klemmbereich machte den Unterschied. Für die erforderliche Kabeldimensionierung hätten vergleichbare Kabelverschraubungen anderer Anbieter bereits eine Baugröße M50 notwendig gemacht. Die blueglobe deckt denselben Bereich in der kleineren Baugröße M40 ab.

Kleineres Bauteil, größere Freiheit

Auf dem Papier wirkt der Unterschied zwischen M40 und M50 zunächst überschaubar. In einer kompakten Ladesäule kann er jedoch weitreichende Auswirkungen haben. Denn eine größere Kabelverschraubung benötigt nicht nur mehr Platz. Sie beeinflusst auch die Gestaltung des Gehäuses und kann weitere konstruktive Anpassungen erforderlich machen.

Mit der blueglobe M40 lässt sich die Kabeleinführung deutlich dezenter realisieren. Gleichzeitig vermeidet Alveri den Wechsel auf eine größere Bauform. Das Ergebnis ist eine platzsparende und kosteneffiziente Konstruktion, bei der die Kabelverschraubung ihren Zweck zuverlässig erfüllt, ohne gestalterisch in den Vordergrund zu treten.

Gerade darin liegt der konkrete Nutzen der Lösung: Ein vergleichsweise kleines Bauteil hilft dabei, Bauraum, Gestaltung und Wirtschaftlichkeit miteinander in Einklang zu bringen.

Aus einer Produktanfrage wird ein Entwicklungsprojekt

Mit der eingesetzten Lösung ist die Geschichte jedoch noch nicht zu Ende. Die Zusammenarbeit zwischen Alveri und PFLITSCH geht inzwischen über das aktuelle Projekt hinaus.
PFLITSCH entwickelt eine neue Kabelverschraubung, die nach den für die Anwendung relevanten Normen zertifiziert werden soll. Die entsprechenden Prüfungen mit dem TÜV befinden sich in Vorbereitung. 

Das Projekt verdeutlicht: Gute Lösungen entstehen im Dialog

Am Anfang stand die Suche nach einer geeigneten Kabelverschraubung. Daraus entwickelte sich eine Zusammenarbeit, in der beide Seiten die gesamte Einbausituation betrachteten und die Funktionen sinnvoll aufeinander abstimmten. Für Robert Stöger ist dabei nicht allein das Produkt entscheidend. Die Zusammenarbeit mit PFLITSCH und dem österreichischen Vertriebspartner LiveElectric beschreibt er als „sehr zuvorkommend und engagiert“.

Das Beispiel zeigt: Die beste technische Lösung ist nicht zwangsläufig die größte oder komplexeste. Manchmal ist sie genau so groß, wie sie sein muss. 

ÜBER ALVERI

Die Alveri GmbH mit Sitz in Ried im Innkreis in Oberösterreich entwickelt Lösungen für Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Das Unternehmen verbindet digitale Angebote mit eigener Hardwareentwicklung und verfolgt einen nachhaltigen Wachstumskurs.